Wie du deine Haut garantiert nicht gesund erhältst – tappe nicht in diese Fallen!

Wie entscheidest du dich für ein „Pflege“produkt? Durch Werbung? Weil ein neuer supertoller Wirkstoff dir die Lösung deiner Probleme verspricht? Vielleicht auf Grund einer Empfehlung deiner Freundin, Kosmetikerin, Friseurin oder Apothekerin? Hast du schon mal auf die Rückseite oder dem Beipackzettel deines Produktes nachgeschaut, woraus sich dieses zusammensetzt? Weißt du, was du dir auf die Haut gibst?

Ich bin mal ganz vermessen und behaupte, dass der Großteil der Menschen in unserem Lande sich darum keine Gedanken macht. Gesunde Ernährung ist ja bereits ein Thema mit großem Hype in die verschiedensten Richtungen. Jetzt gerade ist die eiweißbetonte, low carb Ernährung das non plus ultra.

Das ist nicht mein Verständnis einer natürlich gesunden Lebensweise, aber frage dich doch mal: was ist denn das non plus ultra im Kosmetikbereich? Apothekenprodukte? Teure Creme`s großer Konzerne? Oder vielleicht Naturkosmetik?

Mach dir mal den Spaß und schau auf die Rückseite deines „Pflege“produktes. Erschrick nicht, welche hohe Anzahl an unverständlichen Begriffen da so stehen.

PEG, Parabenen und Silikon

Du hast bestimmt schon von Inhaltsstoffen wie PEG, Parabenen und Silikon gehört. PEG wird zum Beispiel aus giftigen, krebserregenden Stoffen gewonnen und wirkt hautirritierend. Parabene lagern sich im Körper an und können zur Unfruchtbarkeit führen. Silikon ist ein sogenannter Filmbildner, d.h. es legt sich auf die Haut wie ein Film. Das mag zunächst gut klingen, weil sie somit die Haut vielleicht vor äußeren Einflüssen schützen, aber aus der Haut raus kommt auch nix mehr.

Wenn du prüfen möchtest, ob bedenkliche Stoffe in deinen Produkten sind, dann lade dir „codecheck“ oder „toxfox“ auf dein Handy. Damit kannst du zumindest das Schlimmste an Inhaltsstoffen erkennen. Aber wenn Du es fast 100% natürlich haben möchtest, wirst Du leider doch noch auf Deine eigenen Kompetenzen zurück greifen müssen.

Oder auf meine 🙂 In meinen Coachingprogramme hautwohl und haarklein gebe ich Dir alles mit auf den Weg.

Naturkosmetik

Ich halte gerade ein Kundenmagazin für Naturkost und Naturkosmetik in der Hand und muss in diesem Zusammenhang leider wieder mit dem Kopf schütteln. Da wird zum Beispiel eine Handregenerationscreme angepriesen, die „reichhaltige Intensivpflege schenkt“ und für „ein glattes Hautgefühl“ sorgt. Das ganze natürlich ohne Parabene, PEGs, Mineralöl, Silikone oder synthetische Farb- und Konservierungsstoffen. Sicher ist das immer noch eine hundertmal bessere Wahl als ein konventionelles Produkt, ohne Frage! Aber was bedeutet eigentlich Intensivpflege? Und woher kommt das glatte Hautgefühl?

In der näheren Beschreibung steht: „reichhaltiges Oliven- und Avocadoöl sowie geschmeidige Kakaobutter unterstützt die Festigkeit und Elastizität der Haut“. Rau ist die Haut, weil ihr Feuchtigkeit und Fett fehlt. Da erscheint es sinnvoll, dass Öl auf die Hände kommt.

Aber fragen wir uns doch erst einmal, warum der Haut Fett und Feuchtigkeit fehlen. Weil wir uns beim Händewaschen das Fett runterwaschen und somit die Feuchtigkeit super entweichen kann. Und dann? Rauf mit dem Balsam, der gutes Öl enthält?

Nun: wenn wir das ständig immer wieder tun, lernt die Haut, dass Fett von außen kommt und produziert selbst weniger davon. Dementsprechend braucht sie immer mehr Fett von außen – von dir aufgetragen. Eine gewisse Abhängigkeit von Produkten entsteht.

Verrückt ist, dass bei der Angabe der Inhaltsstoffe Alkohol an zweiter Stelle steht. Wer sich ein wenig mit Chemie auskennt, der weiß, dass Alkohol ein Fettlöser ist. Ich finde es echt „witzig“, dass wir in einem Produkt einerseits einen fettlösenden Inhaltsstoff haben und gleichzeitig Öl, welches das wieder ausgleichen soll.

Warum entziehen wir mit einer „Pflege“ unserer Haut einen Stoff, um ihn hinterher wieder in einer unvollkommenen Zusammensetzung wieder drauf zu tun? Mal ganz abgesehen vom Glyzerin, welches hier sicherlich pflanzlich ist, aber sich wie ein Schwamm verhält: Feuchtigkeit abgebend und wenn er leer ist, wieder aufsaugend.

Die beworbene Kakaobutter steht an Stelle 21 der Inhaltsstoffe. Maximal sind die ersten acht Inhaltsstoffe in nennenswerter Konzentration, den Rest nenne ich mal „dekorativen Anstrich“.

Deine Haut will dir etwas sagen.

Und das ist nicht: creme mich! Wenn wir unter Hautstörungen leiden, sollten wir nach deren Ursachen suchen. Und die sind in den allermeisten Fällen im Bereich Ernährung, Leben und/oder Umwelt zu finden. Du fragst dich bestimmt, wo da die „Pflege“produkte hingehören. Sie sind Teil der Umwelt. Also glaube nicht an alle blumigen Versprechen der schillernden Kosmetikwelt. Prüfe genau und mache dir dein eigenes Bild.

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