Spülmittel aus Rosskastanien?

Das ist möglich?

Nun ja, ganz genau werden wir es erfahren, wenn ich das Ergebnis ausprobiert habe. Es spricht eigentlich nichts dagegen. Denn mit Waschnüssen funktioniert es ja auch.
Die benutze ich nun schon seit längerem als Waschmittel für die Wäsche und als Spülmittel sowie als Haushaltsreiniger.

Was mich aber immer so ein wenig gestört hat, ist die Herkunft der Waschnuss. Ich möchte versuchen, weitestgehend auf Rohstoffe aus unserer Gegend zurück zu greifen. Wobei- so ganz richtig ist das nicht. Die Roßkastanie stammt ursprünglich von der Balkanhalbinsel.
Für mich sind sie aber deswegen heimisch, weil wir an der Ostsee zwei alte Kastanienbäume haben, die mich schon mein ganzes Leben begleiten. Von daher gelten sie für mich als regional.

Leider leiden die Kastanien unter der Miniermotte, gut zu erkennen am sehr frühen braun werden der Blätter. Sie fallen schon im August ab und schwächen den Baum sehr. Manchmal blühen die Kastanien dann im August noch einmal, weil sie neue Triebe machen. Das ist kein gutes Zeichen.
Wer einen solchen Befall in seinem Garten feststellt, verbrenne bitte die Blätter. Ansonsten verteilt sich die Miniermotte immer weiter.

Bei einem Spaziergang fielen mir im wahrsten Sinne des Wortes die Kastanien vor die Füße. Ich musste die gleich aufsammeln, weil die mich einfach anlächelten und so schön glänzten.
Zum Männchen basteln hätte ich zwar Lust gehabt, aber zum Hinstellen fehlt mir ein wenig der Platz und zusätzliche Staubfänger brauche ich nicht.

Zum Essen sind sie leider auch nicht geeignet, obwohl sie ähnlich den Maronen- die Frucht einer Edelkastanie- den so genannten Esskastanien sind. Schade!

Irgendwo stieß ich auf den , dass sich Rosskastanien auch zur Spülmittelherstellung eignen.

Ich nahm 15 Kastanien und zerkleinerte sie,


goss einen Liter heißes Wasser darauf und lass das Ganze nun ziehen.

 

Ich bin schon gespannt!

Du fragst dich vielleicht, warum ich mir diese Arbeit mache?
Mein Motto ist natürlich gesund leben und dazu gehören keine Spül- und Putzmittel, die umweltschädliche Substanzen gehören.

Das sind in erster Linie Phosphate. Die sind super gegen Kalk, belasten aber das Grundwasser. Erkennen kannst du solch eine Belastung unter anderem an starkem Algenwuchs im Sommer. Da leiden nicht nur die Badegäste sondern vor allem die Pflanzen und Lebewesen in den Gewässern.

Relevant für unsere Haut sind vor allem Tenside und Alkohol. Wer meine Hautberatung kennt oder bei einem meiner Seminare zu diesem Thema war, weiß, dass die zum Quellen der Haut führen und somit andere Stoffe, wie Phosphate eindringen können. Die Haut wird entfettet und die körpereigene Feuchtigkeit entweicht. Alkohol trocknet ebenfalls aus- kein Wunder, dass man häufig die Hände cremen muss.

Der entsprechende pH Wert wird mit chemisch hergestellter Zitronensäure eingestellt. Und weil das Spülmittel unserer Haut Fett und Feuchtigkeit entzieht werden einfach nochmal Rückfetter und Aloe Vera oder ähnliches zugegeben.

Ich finde das irre. In Zeiten der Spülmaschine hab ich nicht mehr so viel Kontakt mit Spülmittel, sondern verwende oft einfach nur heißes Wasser. Aber wo Fett ist, benötige auch ich ein Tensid, welches die Oberflächenspannung des Wassers herab setzt und das Fett mit Wasser verbindet.

Es gibt verschiedene Arten von Tensiden, die sich hinsichtlich ihrer Aggressivität unterscheiden.
Da das oberste Prinzip der Industrie Gewinnmaximierung ist, werden vorwiegend die günstigen, die auch die aggressivsten sind, verwendet.

Auch PEG`s (Polyethylenglykole – abgekürzt: PEG) sind nicht selten. Sie werden synthetisch hergestellt. Der Hauptstoff ist Ethylenoxid, welcher als hochgiftig und erbgutschädigend gilt. In Spülmitteln werden sie als Emulgatoren eingesetzt- um Fett und Wasser zu verbinden. Du willst noch mehr erfahren? Dann komm zu meinem hautnah Vortrag.

Waschnüsse und auch die Roßkastanie enthalten auch Tenside, aber natürliche. Hier heißen sie Saponine. Sie gelangen auch ins Wasser, aber sind biologisch abbaubar.

Na lassen wir uns mal überraschen, was mir das neue Spülmittel aus Roßkastanien so bringt!

Ich werde berichten!

Spülende Grüße,
Deine Annett

2 Kommentare zu “Spülmittel aus Rosskastanien?

  1. Total interessant! Ich bin gespannt, wie dein Ergebnis sein wird!

    • annett.hansen

      Ich auch : ) Steht nun doch schon etwas länger der „Sud“. Hatte noch keine Zeit, mich darum zu kümmern. Aber am Wochenende ist es soweit!

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