Happy Aging statt Anti Aging! Es geht um mehr als Schönsein!

Mit 30

machte ich ein Fotoshooting. Die Kosmetikerin in der Maske runzelte die Stirn als sie mich sah und meinte nur: du musst dringend etwas gegen deine Falten tun!

Wie bitte????

Irgendwie stach mir das mitten ins Herz.

Als ob ich eine schwere Krankheit diagnostiziert bekommen hätte.

Natürlich griff ich zu allen Produkten, die mir die Kosmetikerin dort empfahl. Super Antifalten Serum, Tages- und Nachtcreme und irgendwelche Kapseln. YES!!!

Nachdem ich alle Töpfe hoffnungsvoll aufgebraucht hatte, war leider keine großartige Veränderung im Gesicht zu vermerken. Der Einschnitt auf meinem Konto war dagegen jedoch noch sehr deutlich.

Auch meine Haut ähnelte eher einer Schruppscheibe und war ne richtige Zicke. Reagierte auf alle möglichen Kleinigkeiten. Wärme, Kälte, Peelings, andere Cremes…..

 

Ein Spitzen – Angebot

machte mir zu diesem Zeitpunkt eine damalige Freundin. Wir beide waren Gastronominnen, aber sie hatte dieser Branche bereits abgeschworen.  Ihr Mann war Hautarzt und spritzte ihr schon lange Botox in die Stirn. Ich wunderte mich schon immer, dass sie so aalglatt auf der Stirn war.

Auf einer Mädelsparty machte sie uns in trauter feuchtfröhlicher Runde mit gackernden Damen das Angebot schlechthin: Botox zum Einkaufspreis! Ihr Mann spritzt! So sehen wir mit 40 noch aus wie 20! Yeah!!!

Aber irgendwie war mir der Weg zu weit und spritzen ein Graus.

 

5 Jahre später

saß ich bei einer Hautärztin zur Routinekontrolle.

Ich packte die Gelegenheit gleich beim Schopfe und fragte, warum sich meine Sommersprossen zu größeren Ansammlungen zusammen legen. Die Antwort: das sind Altersflecken.

What???? Geht`s noch? Hatte die Frau mal auf mein Geburtsdatum geschaut?

Fassungslos stand ich da und verließ kopfschüttelnd die Praxis.

Mit einer Visitenkarte eines Dermatologen am Kurfürstendamm in der Hand.

Für Laserbehandlungen.

Damit wird alles wieder gut. Meinte die Ärztin. Meistens ohne Narben.

Als ob ich nicht schon so oder so täglich im Wettkampf und Vergleich mit all den schönen, schlanken, jung aussehenden Frauen mit strahlend glatter Haut bin, um zumindest ansatzweise als attraktiv angesehen zu werden.

Zu dieser Zeit studierte ich gerade Ernährungswissenschaften, um damit ständig vor jungen Menschen zu stehen und ihnen etwas fürs Leben mit zu geben.

Da schaute ich mir schon genau an, wie die Mädels aussahen, was sie anzogen und eiferte nach. Was offensichtlich auch ganz gut gelang, denn manch Schüler fragte mich auf dem Gang, ob ich denn Schülerin sei.

Und jetzt kam diese Ärztin daher und knallt mir Altersflecken an den Kopf!

Ja, zugegeben – ich liebe Sonne.

Sehr.

Schon immer.

Ich bin ein Ostseekind und war gefühlt jede Sonnenstunde am Strand.

Als ich später in Berlin wohnte, hielt dafür das Solarium her. Denn nur wer braun ist, sieht gesund und attraktiv aus.

Diese Gewohnheit hatte ich aber schnell wieder abgelegt. Denn dafür gab es ja Make up, Rouge und Co! Damit lässt sich doch wahrlich ein anderer Mensch im Gesicht zaubern!

Waren diese Flecken jetzt die Rechnung für meine Sonnenliebe? Trotz Lichtschutzfaktor gefühlt 120? Einer dicken Schicht schmierigen Etwas, was die Sonne mit Sicherheit nicht durchlässt?

Und überhaupt. Machte ich nicht schon alles für jung und schön bleiben? Ich ernährte mich nach allen Regeln der Medien gesund. Schluckte hier und da ein paar Vitamine und Mineralstoffe in Tablettenform, ging zum Sport, zu einem der teureren Friseure in der Friedrichstraße in Berlin und auch Kosmetikstudios ließ ich nicht aus.

Offensichtlich tat ich doch nicht genug. Also versuchte ich noch mehr Sport, noch mehr Kalorienzählen und Verzicht, noch mehr Pflege in Form von Cremes, Lotions und Co.

Noch drei Jahre später

saß ich auf dem zurück gekippten Stuhl einer Koriphäe von Kieferchirurgen in einer DER Zahnarztpraxen in Berlin am Kurfürstendamm, um meine Weisheitszähne ziehen zu lassen. Frag mich einer warum, aber irgendwie kamen wir auf Schönheitsop`s zu sprechen. Er schaute mich kurz etwas näher an und sagte nur: Elastose. Die Haut ist schlaff, faltig, grob gefeldert.

Alles kein Problem! Er macht mir die Hautstraffung.

Es ackerte in meinem Gehirn. Soll ich das machen lassen? Ich bin doch noch zu jung, dass ich so alt aussehe. Zumindest wenn ich mir 40 und 50jährige Frauen im Fernsehen, der Werbung und den Hochglanzmagazinen ansah.

Mittlerweile war ich bereits kurz nach dem Aufstehen beim Blick in den Spiegel schon dermaßen gestresst, dass nur mit Mühen ein guter Tag daraus wurde. Selbst meinem Liebling glaubte ich einfach kein Wort, wenn er meinte, dass ich doch gut aussehen würde.

Unzufriedenheit, Frust und Wut auf meinen Körper waren an der Tagesordnung.

So dachte ich ernsthaft über einen Eingriff nach.

Meine Haut wollte sowieso ihren eigenen Weg gehen. Sie ließ sich eine Menge einfallen. Von Allergien, Neurodermitis zu Hautpilz über Rosacea, perioraler Dermatitis bis zur Krönung: schuppenflechtenartiges Ekzem und der Diagnose aktinische Keratose. Und das mitten im Gesicht.

Gezeichnet und konfrontiert mit der Öffentlichkeit und im stetigen Vergleich mit der medialen Schönheit.

Warum habe ich es nicht verdient, glatte, schöne Haut zu haben wie andere Frauen?

Falsche Frage!

Jahrzehntelang habe ich mich ständig verglichen.  Einem Schönheitsideal nachgeeifert, welches von den Medien mit Photoshop und Co inszeniert und als scheinbare Norm unserer Gesellschaft postuliert wurde.

Täglich festgestellt, dass ich diesem nicht entspreche und mich vor mir schlecht gemacht.

Mit einer gering schätzenden Kommunikation mit mir selbst: „sehe ich heute wieder Scheiße aus“, „ich bin nicht gut genug“, „ich schaffe das nicht“…

Mit einem Umgang mit meinem Körper auf Kosten meiner Gesundheit.

Unbewusst.

Weil ich vor lauter Informationsflut die Wahrheit oder besser das Wesentliche nicht sehen konnte.

Wir sind ein Wunderwerk der Natur.

Natur kann nur aus Natürlichem entstehen.

Natur bedeutet auch Leben im Wandel der Jahreszeiten.

Ein ganz normaler Zyklus.

Und dazu gehört das Älter werden.

Es ist keine Krankheit.

Wir verstehen es nur so, weil wir ältere Menschen oft krank sehen. Aber das ist das Ergebnis ihrer bisherigen Lebensweise.

Heute

ist meine Haut gesund, denn ich habe zurück gefunden zu einem ganz natürlichen Umgang mit meinem Körper.

Ich beginne den Tag mit einem liebevollen Lächeln zu meinem Spiegelbild.

Ich maskiere mich nicht mehr mit Make up und Co.

Ich manipuliere meine Haut nicht mehr in ihrer grandiosen Funktion mit Cremes.

Ich färbe meine Haare nicht mehr mit üblichen Mitteln, die aus meiner Sicht besser verboten werden sollten, weil sie Haare und Kopfhaut einfach nur quälen. Und dann mit Folgeprodukten so geschönt werden, dass sie gesund aussehen, obwohl sie eigentlich fix und fertig sind.

Ich stecke mir fast ausschließlich nur noch etwas in den Mund, was wirklich natürlich ist. Und nicht das, wo natürlich drauf steht und es beim genauen Hinsehen nicht ist.

Ich schaue keine Werbung mehr, kaufe keine Hochglanzzeitschriften sondern bewundere den Herbst.

Ich stehe zu meinen Pigmentflecken, denn sie sind wie der Sternenhimmel und einzigartig. Meine Falten sind für mich Lebenslinien, die ich mir mit viel Freude und auch Traurigkeit oder Wut erarbeitet habe. Das darf jeder in meinem Gesicht lesen. Und ja- jeder darf auch sehen, dass ich jahrzehntelang nicht gut mit mir umgegangen bin.

Ich wünsche den Frauen, die sich immer noch dem Joch des ewig jung und Schönsein unterwerfen, auch wieder zu sich zu finden. Wie ich. Und sie selbst sind. Die beste Phase ihres Lebens genießen. In Freiheit und Unabhängigkeit von außen produzierten Idealen, Produkten und Behandlungen.

Gelassen und zufrieden sind. Und sich nicht mehr im Wettstreit mit einer anderen Generation befinden.

Denn was bleibt,

wenn wir von dieser Welt gehen?

Nicht die Schönheit. Sondern die wundervollen Momente des Lebens mit lieben Menschen und in der Natur. Das können wir meiner Meinung nach nur in vollen Zügen, wenn wir frei von fremden Idealen sind.

Anti Aging heißt gegen das Altern. Davon mal abgesehen, dass Kommen und Gehen mit entsprechenden Auf- und Abbauprozessen ganz natürlich ist, erzeugt ein Gegen immer Widerstand. Blockaden. Stress. Und das lässt uns nicht frei sein.

Happy Aging! Sei einfach du selbst im Einklang mit der Natur. Es kann so leicht und schön sein!

 

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Ich freu mich auf dich!

Deine Annett

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